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Graf Siegfried, Gründer der Dynastie des Hauses Luxemburg, hatte eine glückliche Hand und ein strategisches Auge: 963 ließ er die Burg "Lucilinburhuc" über dem Fluss Alzette errichten, an einem Kreuzungspunkt alter Römerwege. Auf den Gemäuern dieser ersten Festung steht heute das stolze Luxemburg - Hauptstadt im Herzen Europas.
Den Höhepunkt seiner Macht erlebte das Adelsgeschlecht im 14. und 15. Jahrhundert, als es mehrere deutsche Könige und Kaiser stellte. Mit seinem Niedergang begann eine lange Phase wechselnder Fremdherrschaft unter Burgund, Spanien, Frankreich, Österreich und Preußen.
Der 11. Mai 1867 gilt als zentrales Datum in der nationalen Geschichte: Der Londoner Vertrag bestätigte die bereits 1839 gewährte territoriale Integrität und politische Souveränität Luxemburgs; die Großmächte garantierten fortan die Neutralität des Großherzogtums. Als 1890 das niederländische Königshaus im Mannesstamm erlosch, endet die Personalunion, wo Adolf von Nassau Großherzog wurde.
1948 gab das Großherzogtum seine Neutralität auf und trat 1949 der Nato bei. Die politische und wirtschaftliche Existenz des Kleinstaates wurde durch enge Zusammenarbeit mit den Nachbarn Belgien und Niederlande (Zollabkommen 1948, Wirtschaftsunion Benelux 1960) sowie durch die Mitgliedschaft in der Europäischen Union gesichert: Luxemburg war 1951 einer der sechs Gründerstaaten der Montanunion, die den Anfang der europäischen Integration darstellte. 1957 gehörte es zu den Unterzeichnerstaaten der Römischen Verträge.
Ihren Sitz in Luxemburg haben EU-Einrichtungen wie der Europäische Gerichtshof, das Generalsekretariat des Europäischen Parlaments und die Europäische Investitionsbank.
Quelle : spiegel.de
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